von podcastliebe

bis zum zuckerschock!

Ich habe das Praktikum bei Kathrin angefangen um praktische Erfahrungen im Beruflichen Alltag einer Selbstständigen zu sammeln und möglichst viel neuen Input für meine eigene Fotografie mitzunehmen. Ich hatte Erwartungen und eine Vorstellung von dem, was mich dort erwarten könnte. Immerhin habe ich schon ein paar Praktika hinter mir. 
 

Ich war mir sicher, dass es eine große Umstellung für mich wird, immerhin lebt man ja so als Studentin doch recht komfortabel. Ich meine, man kann seinen Alltag eigentlich so gestalten wie man möchte, man kann sich die Zeit selber einteilen und seine Sachen dann erledigen wann man eben Lust drauf hat. So einen wirklichen Alltag war ich ja eigentlich schon gar nicht mehr gewohnt. 

Ich habe mich also schon beim Vorstellungsgespräch darauf eingestellt in Zukunft „einfach immer nur das zu tun, was man mir sagt“. Das alles ganz anders kommen sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen. 
 

Ich hatte also dieses Vorstellungsgespräch, was mir direkt klar machte, dass mir da gerade ein Mensch gegenüber sitzt, welcher unglaublich für die Fotografie brennt, und welcher nicht nur will, dass ich und alle anderen Praktikant*innen wirklich etwas mitnehmen, sondern auch ein Mensch, welcher anderen Menschen auf Augenhöhe begegnet. 
 

Es war ein wirklich schönes Gefühl einfach mitmachen zu dürfen, anzupacken und die eigenen Ideen mit einbringen zu dürfen. 

Und was soll ich sagen, die letzten zwei Monate haben mich nachhaltig geprägt, und zwar auf eine Art und Weise, welche ich mir im Vorfeld gar nicht hätte ausmalen konnte. 
 

Nach meinem ersten Tag habe ich meinen Computer komplett neu sortiert, denn Kathrin hat mir gezeigt wie ich meine Ordner so anlege, dass ich den Überblick behalte. Es hat Stunden gedauert alles neu zu sortieren, aber ich liebe die neue Ordnung. Und wo wir gerade bei Ordnung sind, auch mein Instagram-Account besitzt jetzt eine gewisse Ordnung. Ich weiß jetzt schon was ich zu Ostern posten werde.

Außerdem bin ich den Podcasts vollkommen verfallen. Anstelle meiner morgendlichen Musik-Session gibt es jetzt einen guten Podcast auf die Ohren. 

Und noch etwas Essenzielles habe ich gelernt: Es ist wichtig, dass die Farbe der Seife im Gäste WC zum Rest der Einrichtung passt. Das hat etwas mit Corporate Design zu tun. 

Und jetzt passt auf… denn hier kommt das aller Wichtigste: Wenn bei euch die Buchhaltung ansteht, dann gibt es eine Sache die nicht fehlen darf: Zucker. Dabei ist es egal in welcher Form und Farbe, Hauptsache es ist süß. Denn laut Kathrin geht ohne Zucker, überhaupt nichts. Das schont zwar nicht die Nerven, tut aber trotzdem gut. 

Jetzt sitze ich hier schmunzelnd vor dem PC und denke darüber nach, dass ich bald alleine Podcast höre, keine Pakete mehr zur Post bringe und mir keiner zum 100ten mal sagt „du hältst die Kamera falsch rum“. 

Und ja ich werde es sehr vermissen! Denn es hat einfach Spaß gemacht mit jemandem zu arbeiten, der seinen Job liebt, seinen Kund*innen noch ein paar Extras in die Pakete packt, weil man es einfach gerne macht und so richtig viel Liebe in den Job steckt. 
 

Liebe Kathrin, ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft. Du hast alle gute Kritik verdient und ich wünsche Dir das du immer die Freude an deinem Job behältst. 


Foto: Marie Berger // Instagram: @perry_pictures_photography

© 2020  |  Kathrin Mauksch