Miras Praktikum

Und so schnell vergehen dann doch vier Wochen. Ich war die erste Nach-Corona-Praktikantin von Kathrin und dementsprechend gespannt, ob ich nach so vielen geplatzten Plänen dann wirklich für einen Monat jeden Morgen von Köln nach Leverkusen fahren würde. 
 

Meine Erwartung an das Praktikum war einfach. Da mir die Fotografie schon vorher großen Spaß gemacht hat und ich als Hobbyfotografin, wenn auch bisher nur mit Tieren (hauptsächlich Pferden) aktiv war, wollte ich den Alltag einer richtigen Fotografin unbedingt kennenlernen. Einen klitzekleinen Hintergedanken hatte ich dabei: Kann ich mir vorstellen, aus meinem Hobby vielleicht doch irgendwann meinen Hauptberuf zu machen? 
 

Wie viel dann doch zum Beruf »Fotograf*in« dazugehört hätte ich vorher so nie gedacht. Angefangen mit meinem eigenen Projekt, meinem eigenen Fotografie-Instagram-Account habe ich erstmals gesehen wie viel Arbeit hinter Social Media stecken kann: Storys und Feed planen sind neben Dingen wie Vorlagen und Logos erstellen nur ein Bruchteil dessen, was alles dazu gehört. 
 

Eine weitere Hürde stellte sich für mich persönlich in der Umsetzung heraus: Ich habe mich zum ersten Mal mit Photoshop und InDesign auseinandergesetzt und dort eingearbeitet. Wenn ich überlege, wie mich das Zeichnen meines Logos mit InDesign am Anfang an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, muss ich heute schmunzeln. Mit Kathrins Überzeugung: „Man lernt am besten, wenn man selber nachschaut... frag Google!“, musste ich anfangs jeden Schritt mühsam nachschauen. Auch bei der nächsten Aufgabe wurden meine Geduld und mein Durchhaltevermögen nicht weniger gefordert: Ich habe selbst erarbeitet wie man ein eigenes GIF erstellen und auf Instagram hochladen kann. Doch mit einer Einführung in die Welt der Podcasts und kurzen Yoga-Einheiten zwischendrin wurden mir auch diese kniffligeren Aufgaben versüßt und der Tag verging oftmals wie im Flug. 
 

Neben der ganzen Computerarbeit sind aber auch praktische Aufgaben wie das gezielte Fotografieren und vor allem auch meine eigene Fotografie nicht zu kurz gekommen. Da ich an den Wochenenden oft eigene Shootings hatte, habe ich Kathrin nicht ganz so viel begleiten können. Bei den Shootings, bei denen ich aber dabei sein durfte, habe ich auch für mich einiges mitgenommen und vor allem gemerkt: Ich fotografiere doch immer noch am liebsten Tiere! 
 

In einem weiteren großen Projekt, dem Adventskalender für Kathrins Instagram-Account habe ich neben einer neuen Geduldsprobe auch ein ganz neues Maß an Ordnung kennengelernt. Obwohl ich eigentlich von mir behaupten würde, schon so recht strukturiert und ordentlich zu sein, habe ich hier ein ganz neues Level von Perfektion erfahren. Ich glaube die Tatsache, dass wir schon Ende August mit der Adventsplanung begonnen haben, erklärt einiges… ; )

Wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass ich nun verstehe warum und auch für mich sicherlich einiges in Sachen Ordnung mitnehmen kann. 
 

Liebe Kathrin, nicht nur in Sachen Ordnung konnte ich von dir lernen, auch für meine eigene Fotografie habe ich viel gelernt. Du hast meiner Instagram-Seite wieder den Anstoß zum Leben gegeben und mich in die Welt von InDesign und Photoshop eingeführt. Ich weiß jetzt endlich, wie ich meine Fotos von meinem Handy auf den PC bekomme und kann auch einen Apple Laptop bedienen. Und nicht zu vergessen: Ich glaube ich werde für den Rest meines Lebens behalten, dass Juni vor Juli kommt und Fluchttüren in öffentlichen Gebäuden immer nach außen aufgehen : P

Um schlussendlich noch auf meine anfängliche Fragestellung zurückzukommen: Ich glaube, die Fotografie wird dann doch immer nur mein Hobby und Nebenjob bleiben. Für diese Erkenntnis, die Möglichkeit an deinem Alltag teilzuhaben und in den Beruf eines Selbstständigen reinzuschauen bin ich dir von Herzen dankbar.
 

Instagram: @_mb.fotographie_

© 2020  |  Kathrin Mauksch